Eine Jacke kann einen hervorragenden Schnitt und hochwertigen Stoff haben – wenn die Größe nicht die richtige ist, geht der gute Eindruck bereits beim ersten Anprobieren verloren. Deshalb ist die Frage, wie man die richtige Jackengröße misst, vor einer Online-Bestellung kein nebensächliches Detail, sondern der sicherste Weg, ein Kleidungsstück auszuwählen, das gut sitzt, sich mit Ihnen bewegt und länger als eine Saison Ihr Lieblingsstück bleibt.
Bei Oberbekleidung gibt es keinen Platz für Vermutungen nach dem Motto „Normalerweise trage ich M“. Die Größe von T-Shirt, Hemd und Jacke stimmt nicht immer überein. Futter, Stoffdicke, Schulterschnitt und der Wunsch, darunter einen Pullover zu tragen, verändern das Tragegefühl. Einige genaue Maße ersparen Ihnen Rücksendungen, unnötiges Warten und Kompromisse beim Stil.
So messen Sie die richtige Jackengröße: Beginnen Sie mit der richtigen Vorbereitung
Sie benötigen ein weiches Schneidermaßband, einen Spiegel und eine dünne Bluse oder ein dünnes Oberteil, das eng am Körper anliegt. Messen Sie nicht über einem dicken Pullover, es sei denn, Sie suchen eine Winterjacke, die Sie immer mit einer solchen Schicht darunter tragen werden. Stehen Sie aufrecht, lassen Sie die Schultern entspannt und atmen Sie normal. Das Maßband sollte am Körper anliegen, ohne einzuschneiden oder herunterzuhängen.
Der beste Zeitpunkt zum Messen ist, wenn Sie nicht in Eile sind. Bei Herrenjacken können bereits 2–3 Zentimeter Unterschied an der Brust darüber entscheiden, ob sich das Modell bequem schließen lässt. Bei Damenmodellen macht sich derselbe Unterschied häufig an Brust, Taille und daran bemerkbar, wie die Jacke der Silhouette folgt.
Wenn möglich, bitten Sie eine andere Person, Ihnen bei der Messung der Schultern und der Ärmellänge zu helfen. Selbstständiges Messen funktioniert ebenfalls, doch in diesen beiden Bereichen kann es leicht zu Ungenauigkeiten kommen.
Die vier Maße, die für einen guten Schnitt entscheidend sind
Brustumfang
Dies ist das wichtigste Maß bei der Auswahl einer Jacke. Legen Sie das Maßband um die breiteste Stelle der Brust – bei Damen normalerweise über die stärkste Stelle der Brust, bei Herren über die breiteste Stelle des Brustkorbs. Halten Sie das Maßband waagerecht und blähen Sie die Brust nicht auf.
Notieren Sie den Wert in Zentimetern. Wenn Sie zwischen zwei Größen liegen, wählen Sie nicht automatisch die größere. Sehen Sie sich an, welchen Schnitt das jeweilige Modell hat. Ein tailliertes Sakko oder eine kurze Damenjacke erfordert eine genauere Orientierung an der Größentabelle, während ein lockerer Bomber oder ein gerades Modell mehr Spielraum bieten kann.
Taille und Hüfte
Die Taille ist besonders bei taillierten Damenjacken, Trenchcoats und Modellen mit Gürtel wichtig. Messen Sie die schmalste Stelle des Oberkörpers, normalerweise etwas oberhalb des Bauchnabels. Bei einer geraden Herrenjacke ist dieses Maß selten ausschlaggebend, bei einem figurbetonten Schnitt hilft es jedoch einzuschätzen, ob sich das Kleidungsstück bequem schließen lässt.
Die Hüfte ist bei längeren Jacken und Mänteln relevant. Messen Sie die breiteste Stelle von Hüfte und Gesäß. Wenn die Jacke genau auf dieser Höhe endet, sollten Sie dieses Maß nicht auslassen. Andernfalls kann das Modell an den Schultern gut aussehen, sich aber beim Sitzen oder Gehen spannen.
Schulterbreite
Messen Sie den Abstand vom Ende der einen Schulter bis zum Ende der anderen über den Rücken. Der Messpunkt liegt dort, wo normalerweise die Naht eines gut sitzenden Hemdes oder einer gut sitzenden Jacke endet. Die Schultern bilden die Konstruktion der Oberbekleidung. Sind sie zu eng, fühlen Sie sich in Ihrer Bewegung eingeschränkt. Sind sie bei einem klassischen Modell zu weit, fallen die Ärmel nach unten und die Silhouette verliert ihre Form.
Berücksichtigen Sie dabei das Design. Bei einer Oversize-Jacke ist die überschnittene Schulter ein beabsichtigter Effekt, und die Naht stimmt nicht mit Ihrer natürlichen Schulterlinie überein. Bei einer klassischen Herrenjacke, einer Lederjacke oder einem taillierten Damenmodell ist Genauigkeit hingegen entscheidend.
Ärmellänge
Beugen Sie den Arm leicht und messen Sie vom Schulterende bis zum Handgelenksknochen. So erhalten Sie eine praktische Länge, die beim Bewegen des Arms nicht unangenehm kurz wird. Bei sportlichen und legeren Jacken darf das Bündchen etwas unter das Handgelenk reichen. Bei eleganteren Modellen sitzt es normalerweise am besten auf Höhe des Handgelenks.
Beurteilen Sie die Ärmellänge nicht nur anhand eines Fotos. Körpergröße, Armlänge und Schulterkonstruktion unterscheiden sich von Person zu Person. Wenn Sie größer sind oder häufig feststellen, dass Ihnen Ärmel zu kurz sind, verdient dieses Maß besondere Aufmerksamkeit.
Messen Sie eine Lieblingsjacke, die Ihnen bereits gut passt
Ein weiterer zuverlässiger Ansatz – besonders beim Online-Kauf – ist der Vergleich Ihrer Körpermaße mit den Maßen einer Lieblingsjacke. Schließen Sie die Jacke, legen Sie sie auf eine ebene Fläche und glätten Sie den Stoff vorsichtig, ohne ihn zu dehnen. Messen Sie die Breite unter den Achseln, die Schulterbreite, die Ärmellänge und die Gesamtlänge vom Kragen abwärts.
Die Breite unter den Achseln wird von einer Naht bis zur anderen gemessen. Multiplizieren Sie sie mit zwei, wenn Sie sie mit einem Umfang vergleichen möchten. Bedenken Sie jedoch, dass die Maße des fertigen Kleidungsstücks größer sein müssen als Ihr Körperumfang. Dieser Unterschied wird als Bewegungszugabe bezeichnet und ist der Grund, warum es keine gute Idee ist, eine Jacke mit genau denselben Zentimetermaßen wie Ihrem Brustumfang zu suchen.
Der Vergleich mit einem Kleidungsstück funktioniert hervorragend, aber nur, wenn die Modelle ähnlich sind. Verwenden Sie keine lockere Winterjacke als Orientierung für ein tailliertes Frühlingssakko. Dickes Futter, Bündchen und eine unterschiedliche Länge verändern die Maße und die Art, wie das Kleidungsstück sitzt.
Wie viel Bewegungsfreiheit sollte eine Jacke haben?
Die richtige Größe bedeutet nicht, dass die Jacke eng anliegen muss. Sie sollte es Ihnen ermöglichen, die Arme nach vorne zu strecken, sich hinzusetzen und sie zu schließen, ohne dass Brust oder Rücken unter Spannung stehen. Stellen Sie sich auch die Alltagssituation vor, für die Sie die Jacke kaufen: Werden Sie sie im Büro über einem Hemd, im Winter über einem Strickpullover oder nur über einem T-Shirt tragen?
Bei einer leichten Übergangsjacke reicht normalerweise eine moderate Bewegungsfreiheit aus. Bei einer Winterjacke ist es sinnvoll, mehr Platz für eine zweite Schicht einzuplanen. Besteht das Modell aus dichtem Wollstoff oder hat es eine feste Konstruktion, wird es sich nicht wie eine Strickbluse weiten. Auch bei echtem Leder ist eine leichte Anpassung durch das Tragen möglich, doch damit lässt sich keine falsch gewählte, zu kleine Größe korrigieren.
Ein weiter Schnitt ist nicht dasselbe wie eine große Größe. Ein Oversize-Modell ist mit einem bestimmten Volumen, bestimmten Proportionen und einer bestimmten Schulterposition konstruiert. Wenn Sie bei einer klassischen Jacke einfach zwei Größen größer wählen, erhalten Sie wahrscheinlich zu lange Ärmel und eine unförmige Silhouette.
So lesen Sie die Größentabelle richtig
Prüfen Sie immer, ob die Tabelle Körpermaße oder Maße des fertigen Kleidungsstücks angibt. Dies ist die häufigste Ursache für Verwirrung. Bei Körpermaßen wählen Sie die Größe, in deren Bereich Ihre Maße liegen. Bei den Maßen des Kleidungsstücks vergleichen Sie diese mit Ihrer Lieblingsjacke und berücksichtigen die notwendige Bewegungsfreiheit.
Verlassen Sie sich nicht nur auf die Buchstaben S, M, L oder XL. Sie dienen lediglich als Orientierung und sind kein universeller Standard. Eine Größe M kann je nach Marke, Geschlecht, Material und Designkonzept eine unterschiedliche Brustweite haben. Aussagekräftiger sind Zentimeterangaben und die Beschreibung des Schnitts – tailliert, gerade, locker oder Oversize.
Wenn Sie bei zwei Maßen in unterschiedliche Größen fallen, sollten Sie bei einer Jacke in der Regel Brust und Schultern priorisieren. Die Taille lässt sich häufig durch Schnitt, Gürtel oder Verschluss regulieren, enge Schultern lassen sich jedoch nur schwer ausgleichen. Bei einem langen Damenmodell, das über die Hüfte reicht, sollten Sie auch dieses Maß in Ihre Entscheidung einbeziehen.
Kleine Prüfungen vor der Bestellung
Prüfen Sie vor der endgültigen Bestellung die Zusammensetzung und den vorgesehenen Einsatz des Modells. Elastisches Material bietet etwas mehr Spielraum, während ein dichter Trenchcoat, Wollmantel oder eine strukturierte Jacke eine genauere Auswahl erfordert. Achten Sie auch auf die Länge des Modells, denn derselbe Brustumfang wirkt bei einer kurzen Jacke bis zur Taille anders als bei einem langen Mantel.
Wenn Sie unsicher sind, treffen Sie Ihre Entscheidung danach, wie Sie das Kleidungsstück tragen möchten, und nicht nach der Größe auf dem Etikett in Ihrem Kleiderschrank. Bei Roberto Fashion Store beginnt hochwertige Verarbeitung mit einem präzisen Schnitt, und die richtige Größenwahl bringt ihn bei jeder Bewegung zur Geltung.
Nehmen Sie sich fünf Minuten Zeit für Ihre Maße, speichern Sie sie in Ihrem Smartphone und verwenden Sie sie bei jeder weiteren Bestellung. Das ist eine kleine Gewohnheit, die die Auswahl einer Jacke sicherer macht und Sie dem Kleidungsstück näherbringt, das Sie gerne tragen – statt es nur im Kleiderschrank aufzubewahren.