Wie nimmt man richtig Maß für einen Mantel?

Как се взимат мерки за палто правилно - Roberto Fashion Store

Ein Mantel kann auf einem Foto hervorragend aussehen und trotzdem nicht richtig sitzen, wenn die Maße nicht korrekt genommen wurden. Deshalb ist die Frage, wie man die Maße für einen Mantel nimmt, kein nebensächliches Detail, sondern ein entscheidender Schritt vor der Bestellung – besonders wenn Sie eine gute Linie, Komfort und eine stimmige Optik bereits beim ersten Anziehen suchen.

Bei Oberbekleidung kommt es auf wenige Zentimeter an. Ein zu enger Mantel schränkt die Bewegungsfreiheit ein und spannt an den Schultern. Ein zu weiter Mantel verliert seine Form und wirkt charakterlos. Wenn Sie Wert auf hochwertige Verarbeitung legen und möchten, dass das Kleidungsstück länger als eine Saison gute Dienste leistet, sollten die Maße ruhig, präzise und mit einer klaren Vorstellung davon genommen werden, was Sie unter dem Mantel tragen werden.

So nehmen Sie Mantelmaße ohne Fehler

Am besten verwenden Sie ein weiches Schneidermaßband und bitten eine andere Person um Hilfe. Selbstständiges Messen führt häufig zu Ungenauigkeiten, weil sich der Körper krümmt, das Maßband verrutscht und sich die Zahlen verändern. Stellen Sie sich aufrecht, aber natürlich hin – ohne den Bauch einzuziehen und ohne die Schultern hochzuziehen.

Ziehen Sie eine dünne Bluse oder ein Hemd an, ähnlich dem, was Sie im Alltag tragen. Wenn der Mantel wintertauglich sein soll und Sie ihn mit einem dickeren Pullover kombinieren möchten, berücksichtigen Sie das. Messen Sie nicht über voluminöser Kleidung, aber auch nicht am unbekleideten Körper, wenn Sie den Mantel später nie so tragen werden. Bei Oberbekleidung ist die bequeme Bewegungszugabe ein Teil des guten Schnitts.

Halten Sie das Maßband vor Beginn anliegend, aber nicht straff. Es sollte dem Körper folgen, ohne einzuschneiden. Wenn es eine Spur auf der Haut oder dem Stoff hinterlässt, ziehen Sie es bereits zu fest. Wenn es locker fällt und durchhängt, wird das Maß zu groß ausfallen.

Brustmaß oder Brustumfang

Dies ist eines der wichtigsten Maße bei einem Damenmantel und entspricht bei Herrenmodellen dem Brustumfang. Das Maßband wird waagerecht über die breiteste Stelle der Brust gelegt, unter den Achseln hindurchgeführt und vorne geschlossen. Prüfen Sie im Spiegel, ob es über den gesamten Umfang auf gleicher Höhe liegt.

Hier werden häufig zwei entgegengesetzte Fehler gemacht: Entweder wird das Maß zu eng genommen, damit die Figur schlanker wirkt, oder aus Angst vor einem zu engen Mantel wird zu viel Spielraum hinzugefügt. Beides führt zu einem schlechten Ergebnis. Bei einem hochwertigen Schnitt wird die Bewegungsfreiheit konstruktiv eingeplant und nicht nach Gefühl geschätzt.

Taillenmaß

Die Taille wird an der schmalsten Stelle des Oberkörpers gemessen. Wenn Sie nicht sicher sind, wo sie liegt, neigen Sie den Körper leicht zur Seite – dort, wo sich auf natürliche Weise eine Falte bildet, befindet sich in der Regel die richtige Linie. Das Maßband sollte erneut waagerecht liegen.

Bei geraden und Oversize-Mänteln ist dieses Maß nicht immer ausschlaggebend, bei taillierten Modellen jedoch sehr wichtig. Wenn die Taille ungenau gemessen wurde, kann der Mantel an Schultern und Brust gut sitzen, im mittleren Bereich jedoch spannen oder seine Silhouette verlieren.

Hüftmaß

Die Hüfte wird über die breiteste Stelle des Gesäßes gemessen. Dies ist ein entscheidendes Maß bei längeren Mänteln, insbesondere wenn das Modell gerade oder leicht schmal zulaufend geschnitten ist. Viele Menschen unterschätzen es. Später stellt sich dann heraus, dass sich der Mantel oben gut schließen lässt, unten jedoch auseinandergeht oder beim Gehen Falten wirft.

Wenn Sie einen kurzen Mantel wählen, der oberhalb der Hüfte endet, ist dieser Wert manchmal weniger wichtig. Bei einem knielangen oder längeren Mantel beeinflusst die Hüfte jedoch direkt den Tragekomfort und die Linie.

Schulterbreite

Das Maß wird vom Ende der einen Schulter bis zum Ende der anderen über den Rücken genommen. Es handelt sich um den Abstand zwischen den natürlichen Schulterpunkten, nicht zwischen den äußeren Enden der Ärmel eines alten Kleidungsstücks. Wenn hier ein Fehler vorliegt, kann der Mantel kaum hochwertig und gepflegt wirken, ganz gleich, wie schön der Stoff ist.

Zu schmale Schultern ziehen das gesamte Kleidungsstück nach oben und schränken die Bewegungsfreiheit ein. Zu breite Schultern lassen das Modell wirken, als gehöre es jemand anderem. Beim Mantel vermittelt die Schulter den ersten Eindruck einer guten Verarbeitung.

Ärmellänge

Der Ärmel wird vom Schulterpunkt an der Außenseite des Arms entlang bis zur gewünschten Länge gemessen. Der Arm sollte leicht entspannt sein und nicht abrupt nach unten ausgestreckt werden. So entspricht das Maß eher der tatsächlichen Tragesituation.

Wenn Sie eine elegantere Optik bevorzugen, endet der Ärmel gewöhnlich etwa am Handgelenk. Bei legereren Modellen kann es je nach Schnitt leichte Abweichungen geben. Wichtig ist, nicht nach Gefühl, sondern bis zu einer konkret gewünschten Position zu messen.

Gesamtlänge des Mantels

Dieses Maß hängt von dem Modell ab, das Sie suchen. Üblicherweise wird vom höchsten Schulterpunkt abwärts bis zur gewünschten unteren Kante gemessen – oberhalb des Knies, auf Kniehöhe oder darunter. Hier gibt es keinen für alle gültigen Richtwert. Es gibt den richtigen Wert für Ihre Körpergröße, Ihren Stil und Ihre Art, den Mantel zu tragen.

Kleinere Menschen wirken oft ausgewogener in einem Mantel bis zum Knie oder knapp darüber, doch das ist keine feste Regel. Längere Modelle sehen eindrucksvoll aus, wenn sie gut proportioniert sind und die Figur nicht beschweren. Wenn Sie unsicher sind, messen Sie einen Mantel aus, der Ihnen bereits gut sitzt, und nutzen Sie ihn als Orientierung.

So nehmen Sie Mantelmaße je nach Modell

Nicht jeder Mantel wird nach derselben Logik vermessen. Bei einem taillierten Mantel ist die Genauigkeit bei Brust, Taille und Hüfte entscheidend. Beim geraden Mantel liegt der Fokus auf Schultern, Brust und Hüfte, jedoch mit mehr Weite in der Silhouette. Bei Oversize-Modellen wählen viele Kundinnen und Kunden instinktiv eine kleinere Größe aus Angst, zu voluminös zu wirken. Das ist nicht immer eine gute Idee, denn der Schnitt ist darauf ausgelegt, locker zu fallen.

Auch der Wintermantel erfordert einen anderen Ansatz als ein leichter Übergangsmantel. Wenn er über einem Sakko, einem dicken Pullover oder mehreren Kleidungsschichten getragen werden soll, müssen Sie die tatsächliche Nutzung einplanen. Wenn er für eine mildere Jahreszeit gedacht ist und über einem Hemd oder einem dünnen Oberteil getragen wird, würde zu viel Spielraum die Linie lediglich beeinträchtigen.

Genau hier zeigt sich der Unterschied zwischen einem Massenkauf und einem gut ausgewählten Mantel. Der Stil ist sichtbar, aber der Komfort sorgt dafür, dass Sie ihn häufig tragen.

Die häufigsten Fehler beim Maßnehmen

Der erste Fehler besteht darin, sich an der Größe zu orientieren, die man gewöhnlich trägt, statt an den tatsächlichen Zentimeterangaben. Die Größen S, M oder L bedeuten nicht bei jedem Schnitt und jedem Hersteller dasselbe. Bei Mänteln gilt das umso mehr.

Der zweite Fehler ist das Messen über sehr dicker Kleidung. Dadurch erhalten Sie künstlich vergrößerte Werte, und der Mantel sitzt später zu weit. Der dritte Fehler ist das Gegenteil: Sie messen zu eng, weil Sie eine schmalere Silhouette wünschen. Das Ergebnis sind häufig Spannungen beim Schließen, Zug im Rücken und Unbehagen beim Sitzen.

Auch die Körperhaltung wird oft vernachlässigt. Wenn Sie gebeugt stehen, die Schultern einziehen oder das Kinn unnatürlich anheben, sind die Daten nicht präzise. Beim Maßnehmen ist eine ruhige, natürliche Haltung wichtiger als der Versuch, schlanker oder zierlicher zu wirken.

Wann Sie den Körper und wann einen fertigen Mantel messen sollten

Wenn Sie ein neues Modell anhand einer Größentabelle bestellen, sollten Sie am besten Ihren Körper vermessen. Wenn Sie einen konkreten Mantel vergleichen, den Sie bereits tragen und gerne mögen, können Sie auch den Mantel selbst ausmessen. Dabei gibt es jedoch eine Bedingung: Vergleichen Sie ähnliche Modelle. Es ergibt keinen Sinn, einen weichen Oversize-Mantel auszumessen und dieselben Werte bei einem taillierten klassischen Modell zu erwarten.

Beim Messen eines fertigen Mantels legen Sie ihn auf eine ebene Fläche, glätten den Stoff leicht, ohne daran zu ziehen, und messen die Breite an Brust, Taille, Hüfte und Schulter sowie die Ärmellänge und Gesamtlänge. Vergleichen Sie diese Werte anschließend mit Ihren Körpermaßen und damit, wie das Kleidungsstück sitzen soll.

Das ist ein praktischer Ansatz, wenn Sie bereits einen Mantel besitzen, der Ihnen gut passt. Wenn Sie keinen solchen Vergleich haben, sind die Körpermaße die zuverlässigere Grundlage.

Warum sich genaue Maße lohnen

Ein schöner Mantel ist kein Impulskauf für eine Saison. Er ist Teil einer Garderobe, die im Alltag, im Büro, auf Reisen und in Momenten funktionieren soll, in denen Sie mühelos gepflegt aussehen möchten. Deshalb sind präzise Maße keine Formalität, sondern eine Möglichkeit, den Wert von Material, Schnitt und Verarbeitung voll auszuschöpfen.

Bei Herstellern mit Erfahrung und echter Schneiderkultur ist diese Genauigkeit umso wichtiger. Wenn ein Kleidungsstück mit viel Aufmerksamkeit für Linie und Details gefertigt wurde, ermöglichen die richtigen Maße, dass das gesamte Modell seine Stärken zeigt. Genau deshalb legen Marken wie Roberto Fashion Store nicht nur Wert auf die Optik, sondern auch auf ein gut konstruiertes Kleidungsstück.

Wenn Sie überlegen, ob Sie noch fünf Minuten für eine zweite Messung aufwenden sollten, lautet die Antwort: ja. Diese fünf Minuten machen oft den Unterschied zwischen einem Mantel, der einfach nur schön ist, und einem Mantel, der wirklich Ihrer ist.

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